Studienauftrag Pfarreizentrum, Baar
Nicht gewonnen
Katholische Kirchgemeinde Baar
Neubau
Studienauftrag
Das bestehende Pfarreiheim und das Pfarrhaus in Baar soll durch einen Neubau ersetzt werden. Dabei sollte das neue Pfarreizentrum nicht nur die bisherigen Nutzungen aufnehmen, sondern zusätzliche Angebote schaffen. In Zusammenarbeit mit den Bauingenieuren von Lüchinger Meyer Partner, 3-Plan für Gebäudetechnik sowie Nipkow Landschaftsarchitekten.
Planung 2025
Auch wenn es nicht zum ersten Rang gereicht hat, freut uns die Auszeichnung mit dem 3. Rang im Wettbewerb für das neue Pfarreizentrum in Baar. Mit dem Projekt «Alabaster» haben wir uns mit dem historischen Zentrum auseinandergesetzt.
Die katholische Kirche St. Martin und die Kapelle St. Anna bilden seit Jahrhunderten das geistige und räumliche Zentrum von Baar. Das Projekt «Alabaster» knüpft an diese historische Struktur an und stärkt sie mit drei Baukörpern. Sie ergänzen den Bestand, ordnen die angrenzenden Freiräume und schaffen neue Beziehungen zwischen Kirchenplatz, Asylplatz und St. Martinspark.
Die drei Gebäude zeichnen sich durch eine spezifische Form, eine eigene Funktion sowie eine differenzierte Haltung zum Ort aus.
Gebäude A ist viergeschossig, verfügt über grosszügige Raumhöhen und nimmt die öffentlichen Nutzungen auf. Gebäude B ist dreigeschossig, tritt ruhiger in Erscheinung und berücksichtigt im Massstab sowohl die Kirche wie die historischen Liegenschaften Kirchgasse 13 und 15. Gebäude C ist viergeschossig, jedoch niedriger proportioniert als Gebäude A, und komplettiert das Ensemble nach Westen. Die Setzung stärkt in ihrem Massstab und ihrer Erscheinung die feine Körnigkeit entlang der Asylstrasse bis zum Kirchmattweg und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Pflege und Weiterentwicklung des Ortsbildes.
Die historischen Häuser werden durch die neue Ordnung klar eingebettet und ihr Wert wird sichtbar geschärft. Ein verbindendes Merkmal aller drei Gebäude ist ihre schräge Dachlandschaft – eine eigenständige, prägnante Architektursprache, die sich deutlich von den Neubauten entlang der Bahnhofstrasse absetzt. Die Vordächer sollen ihre Zugehörigkeit zur Kirche unterstreichen, deren Ausstrahlung den Ort bis heute prägt.