Transport Hausboot Sausalito, San Franciso

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1. Rang für Stücheli Architekten.

Die AXA Leben AG beabsichtigt, ihren Standort im Zentrum von Winterthur aufzugeben und die 1991 erstellte Liegenschaft neu zu positionieren. Aufgabe eines privaten Studienauftrags unter sechs Architekturbüros war das Aufzeigen unterschiedlicher Nutzungsszenarien, wovon eines den Fokus auf studentisches Wohnen legen sollte. Das siegreiche Projekt von Stücheli Architekten trennt die beiden Baukörper funktional und baulich voneinander ab. Die Umnutzung wird weitestgehend innerhalb der bestehenden Gebäudestruktur realisiert und zur Umsetzung neuer Wohn- und Arbeitsformen genutzt.

Die konsequente Trennung der beiden Baukörper, die überdies eine grosszügige Hofgestaltung erlaubt, sowie die mittelgrosse Eingriffstiefe, überzeugte die fünfköpfige Jury, die das Projekt einstimmig zur Weiterbearbeitung empfahl.

1. Rang für das Team Stücheli Architekten & Bryum Landschaftsarchitekten.

Das Areal im Osten des Bahnof Effretikon soll auf Grundlage eines Masterplans (Morger Partner Architekten, 2014) verdichtet werden. Der vorliegende Studienauftrag behandelt die erste von fünf Etappen. Die U-förmige Kubatur und die Gebäudehöhe waren dabei vorgegeben, ebenso der angestrebte Nutzungsmix von 70% Wohnen und 30% Gewerbe. Bei der Grundrissgestaltung war ein möglichst flexibel anpassbarer Wohnungsmix gefordert.  

Mit einem städtischen Gebäude und einer zum Umfeld orientierten Freiraumgestaltung reagiert das Projekt auf die geplante Urbanisierung. Die Wohnungsgrundrisse basieren auf einem Modul einer 3.5-Zimmerwohnung und können über Schaltzimmer und Zonierungen mit geringem oder keinem baulichen Aufwand erweitert, verkleinert oder umgenutzt werden. «Das Projekt ist städtebaulich, architektonisch und nutzungstechnisch kohärent und intelligent», lobt die 8-köpfige Jury in ihrer Schlusswürdigung und empfiehlt das Projekt unter fünf Anwärtern zur Weiterbearbeitung.

Vor 20 Jahren stiess Andreas Mosimann als Projektleiter zu Stücheli Architekten. Mit seinem ausgeprägten unternehmerischen Geschick vervollständigte er bald darauf die Geschäftsleitung.

Bürointern gilt Andreas Mosimann als «Mann, der die Fäden zusammenhält». Das widerspiegelt sich auch in seinem Werdegang: 1998 als Projektleiter angestellt, wurde er bereits 2003 in die Geschäftsleitung aufgenommen und 2003 Partner im Büro. Seit 2012 ist Mosimann zudem Verwaltungsratspräsident.

In 20 Jahren – so rechnete Kollege Christof Glaus aus – hat Mosimann 40'990 Stunden gearbeitet und sich dabei nicht nur in der Geschäftsführung engagiert, sondern auch 214 Projekte erfolgreich begleitet.

Danke für 20 Jahre unverzichtbares Engagement für unser Büro, Andreas!

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Herzliche Gratulation zur bestandenen LAP!

Am 26. Juni 2018 haben unsere beiden Lehrlinge Nick Moret und Jessica Semere ihre Lehrabschlussprüfung als Zeichner und Zeichnerin EFZ Fachrichtung Architektur bestanden.

Wir sind stolz auf unsere Jungzeichner und wünschen den beiden alles Gute auf ihrem weiteren Weg!

Jessica Semere und Nick Moret, Hochbauzeichner

Pünktlich zur langen Wartezeit auf die Sommerferien widmet sich ein kompaktes Buch «Hausbooten und schwimmenden Häusern» – mit dabei das Wohnboot von Stücheli Architekten im kalifornischen Sausalito.

«Von Hausbooten und anderen schwimmenden Unterkünften geht eine grosse Faszination aus. […] Es klingt nach Freiheit, Ungebundenheit und Abenteuer, nach Leben im Einklang mit der Natur», steht im Vorwort zur kompakten Publikation. Wie vielfältig die ursprünglich aus der Not geborene Wohnform realisiert werden kann, zeigen 37 Beispiele aus Städten in ganz Europa, der thailändischen Provinz und der amerikanischen Westküste.

Das von Stücheli Architekten realisierte Wohnboot ankert in der kalifornischen Richardson Bay. Schon seit über 100 Jahren von schwimmenden Häusern genutzt avancierte die Bucht in den 60er Jahren zum Hausboot-Eldorado für Hippies aus dem nahen San Francisco. Der Schwimmkörper besteht aus Beton. Darauf bilden vier versetzte Halbgeschosse ein lichtes Raumkontinuum, mit direktem Zugang zum Wasser. Der Natur schwimmender Häuser eigen ist es bei diesem und den übrigen vorgestellten Projekten am Ende aber nicht vor allem die hochwertige Architektur, welche die Sehnsucht weckt, als vielmehr der Ort, zu dem sie uns entführt. www.randomhouse.de

Anlässlich «der grössten Werkschau von Architektur und Ingenieurbauwerken in der Schweiz» führen Stücheli Architekten am 10. Juni durch das Schulhaus Sandgruben in Basel.

Die «SIA-Tage der zeitgenössischen Architektur und Ingenieurbaukunst» wurden 2006 in der Westschweiz ins Leben gerufen und haben sich seither in 2-Jahres-Etappen auf die ganze Schweiz ausgeweitet. Anlässlich der nunmehr 10. Ausgabe öffnen landesweit 300 Bauwerke ihre Türen für das Publikum.

Nach ersten inspirierenden Tuchfühlungen mit der Öffentlichkeit im Rahmen von «Open House Zürich bzw. Basel» nehmen Stücheli Architekten erstmals auch an den SIA-Tagen teil. Mit einer Führung durch das Schulhaus Sandgruben bietet sich Interessierten am 10. Juni vorläufig letztmals die Möglichkeit, an einer fachkundigen Führung durch das mit dem Schweizer Schulpreis ausgezeichnete Schulhaus teilzunehmen. Weitere Informationen zum Anlass finden sich auf der website journees-sia.ch

Anlässlich der ersten Ausgabe von «Open House Basel» öffnen am ersten Mai-Wochenende über 60 ausgesuchte Gebäude ihre Tore für die Öffentlichkeit, darunter auch das Schulhaus Sandgruben.

«Architektur nicht räumlich zu erleben bedeutet, ihre wahren Dimensionen zu verkennen», schreiben die Organisatoren von Open House Basel in ihrer Medienmitteilung. Nach der ersten Schweizer Durchführung in Zürich (September 2017) holt das kleine Team den Grossanlass nun erstmals in die Rheinstadt. 1992 in London initiiert wird Open House mittlerweile in 41 Städten auf der ganzen Welt durchgeführt. Im Unterschied zu verwandten Anlässen, etwa den im Juni stattfindenden SIA-Tagen, können im Rahmen von Open House nicht nur zeitgenössische, sondern auch historische Bauten besichtigt werden.

Die Führungen durch die Bauten sind kostenlos. Nicht alle Bauten sind jedoch durchwegs zugänglich. Informationen zu den insgesamt vier Führungen durch das Schulhaus Sandgruben finden sich auf der Website, wo auch eine individuelle Tour zusammengestellt werden kann: www.openhouse–basel.org

«Was ist ein guter Schulraum?» wollte die Zeitschrift Hochparterre im Rahmen einer Podiumsdiskussion in Basel herausfinden. Ein architektonisches Patentrezept wurde nicht gefunden, eindeutige Antworten gab es aber trotzdem.

Das Arrangement der Podiumsdiskussion war klassisch: Anlässlich der Vernissage des Themenhefts «Vom Schul- zum Lernhaus» sollten Auftraggeber (Sabine Schärer, Hochbauamt), Nutzer (Götz Arlt, Schulleiter) und zwei Architekten von scheinbar entgegengesetzter Auffassung das Thema Schulhausbau diskutieren. Matthias Roth von Stücheli Architekten sollte als Architekt des Schulhaus Sandgruben die «Clusterschule» vertreten. Marcel Baumgartner, dessen junges Architekturbüro mehrere Schulhauswettbewerbe mit scheinbar traditionellem Ansatz gewonnen hat, war als Anhänger des «klassischen Schulhausgrundrisses» eingeladen worden.

Die grossräumigen Lernateliers des Schulhaus Sandgruben verglich Baumgartner wiederholt mit einem Grossraumbüro, um dann auf die Vorzüge von klassischen Grundrissen aufmerksam zu machen – etwa der Jugendstilwohnung mit ihren Enfilades. Dass ein solcher Grundriss klassisch ist, dessen Übertragung in den Schulhausbau aber ebenso wenig Standard wie das Basler Lernatelier, war schon bald offensichtlich. So widersprach niemand als ein Schulhausexperte aus dem Publikum auf die Ähnlichkeit der beiden Fallbeispiele Sandgruben in Basel und Röhrliberg in Cham hinwies.

Als Moderator Roderick Hönig eine Studie zitierte, wonach die Beziehung zwischen Lehrperson und Schüler das ausschlaggebendste Kriterium für den Lernerfolg ist, widersprach niemand. Überhaupt herrschte über das ideale Lernumfeld in der Folge weitgehend Einigkeit. Der Fokus auf die Architektur wich allerdings zunehmend einer übergeordneten Sichtweise: Ein gutes Schulhaus ist ein öffentliches Haus (Baumgartner), stiftet Identität und ist von räumlicher Grosszügigkeit (Roth). Das sei es auch, was die alten Schulhäuser noch heute so beliebt mache, waren sich alle Diskussionsteilnehmenden einig. Denn Grosszügigkeit biete Möglichkeitsräume, in denen Dinge sich entwickeln können.

Der detaillierte Veranstaltungs-Bericht ist auf der Hochparterre-Webseite abrufbar. Das Themenheft «Vom Schul-zum Lernhaus» ist bei Hochparterre erhältlich.

Anlässlich seiner Heftvernissage lädt Hochparterre am 12.04.2018 ins Basler Schulhaus Sandgruben zu einer Diskussion um die Zukunft der Schularchitektur.

Für die fundamentale Erneuerung seiner Schullandschaft investiert der Kanton Basel-Stadt bis ins Jahr 2022 rund 790 Millionen Franken – und schon heute hat die Realität die 2011 prognostizierten Zahlen übertroffen (vgl. TagesWoche, 23.02.2018). Schulraummangel ist aber nicht nur ein Basler Thema, sondern beschäftigt insbesondere die Schweizer Städten generell, und angesichts der Schülerzahlen ist ein Ende noch nicht absehbar. In Zusammenarbeit mit dem Bau- und Verkehrsdepartement Basel-Stadt hat die Zeitschrift Hochparterre dem Thema nun ein Heft gewidmet (zum E-Paper). Präsentiert wird eine Auswahl der insgesamt 60 Basler Bauvorhaben, darunter auch das Schulhaus Sandgruben von Stücheli Architekten.

Anlässlich der Heftvernissage bietet sich die Möglichkeit, das Schulhaus Sandgruben zu besichtigen. Im Anschluss an die Führungen diskutieren Vertreter von Schule, Architektur und Behörde Fragen um den optimalen Schulhausgrundriss, insbesondere die Vor- und Nachteile von klassischen Grundrisslösungen versus modernen Cluster-Typologien sollen erörtert werden. Eine Anmeldung ist bis zum 09.04.18 erforderlich unter: www.hochparterre.ch/veranstaltungen

1. Rang für das Team Stücheli Architekten & Nipkow Landschaftsarchitekten.

Das Zentrum Regensdorf zwischen altem Dorfkern und Bahnhof geht auf eine Idee von 1969 zurück, die allerdings nie im geplanten Ausmass umgesetzt worden ist. Neben den realisierten Gebäudekomplexen mit Mövenpick Hotel und Shoppingmall blieb der heutige Zentrumsplatz als Restfläche zurück, die bis heute kaum belebt ist. Zielsetzung der 2017 lancierten Testplanung war es, das Zentrum durch die Ergänzung um eine Wohnüberbauung städtebaulich aufzuwerten und damit schliesslich auch zu beleben.

Das Projekt des Teams Stücheli/Nipkow greift die örtliche Bebauungsstruktur mit kleinteiligen Bauten und durchlässigen Freiräumen auf und ergänzt die bestehende Hochhausgruppe um ein viertes Wohnhochhaus. Vom Strassenraum abgesetzt und durch die Neubauten locker gefasst liegt der neue Zentrumsplatz. Die «robuste städtebauliche Grundidee», die «einen vielschichtigen Beitrag zur weiteren Entwicklung vom Zentrum Regensdorf» leiste, lobte die 12-köpfige Jury insbesondere aufgrund ihres grossen Potenzials und empfahl das Projekt unter drei Anwärtern einstimmig zur Weiterbearbeitung.

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Mit einer Lesung von Ralf Schlatter im Ambassador House lancierten Stücheli Architekten am 26.01.18 die Werkreihe FABER.

«FABER – ist das nicht ein Buch von Max Frisch? Ein Farbstift? Ein Musiker?», so Christof Glaus von Stücheli Architekten in seiner Begrüssungsansprache. Wenn auch die Assoziationen zahlreich sein mögen, so ist zumindest die Herkunft des Wortes eindeutig: FABER stammt aus dem Lateinischen und steht für «aus der Arbeit des Künstlers oder Handwerkers gewonnen». Für uns Stücheli Architekten ist FABER aber in erster Linie ein Experiment. Gemeinsam mit Kulturschaffenden – eben als «homo faber» – möchten wir Neuland erschliessen. Wir warten nicht mehr länger bis unsere Bauten mit Leben gefüllt werden, sondern nehmen das Leben vorweg.

Das Konzept dazu ist einfach: Jedes Jahr laden wir Kulturschaffende dazu ein, eines unserer neusten Werke mit Ihrer Sicht anzureichern. FABER kann also fast alles sein, eine Fotoreportage, eine Melodie, ein Parfum oder sogar eine Liebesgeschichte, wie FABER 01 bezeugt.

Die Initialausgabe ist dem neuen Ambassador House in Opfikon-Zürich gewidmet, dessen Umbau Ende 2017 fertiggestellt wurde. In diesem «grossen Haus» hat der Autor und Kabarettist Ralf Schlatter die Geschichte eines kleinen Mannes gefunden: «Fräulein Schwarz und das Meer».

Wer wissen möchte, was es mit Fräulein Schwarz, dem Meer und dem Ambassador House auf sich hat oder sich als «homo faber» einer kommenden Ausgabe bewerben möchte, melde sich bei: Sonja Lüthi, Kommunikation Stücheli Architekten, media@stuecheli.ch

Rund 120 Projektbeteiligte und Gäste feierten am 24.01.18 die Aufrichte der SNB an der Fraumünsterstrasse 8 in Zürich. 2019 sollen die Umbau- und Sanierungsarbeiten abgeschlossen sein.

«Die Schweizerische Nationalbank ist für ewig», begrüsste Thomas Moser von der Schweizerischen Nationalbank (SNB) die Anwesenden mit einem Zitat des früheren SNB-Direktoriumspräsidenten Fritz Leutwiler, um dann zu ergänzen: «Aber ewig Zeit zum Bauen haben wir nicht». Rund 120 Gäste waren gekommen, um am Abend des 24. Januar 2018 im nahe gelegenen Restaurant Metropol die erfolgreiche Aufrichte zu feiern. Seit Sommer 2016 ist das Gebäude am Stadthausquai mit dem markanten Schriftzug von Lindt hinter einer Verhüllung verborgen. Bis im März 2019 soll das geschichtsträchtige Bauwerk wieder den Blicken der Öffentlichkeit freigegeben werden.

1889 erbaut ist der Gebäudekomplex mit der denkmalgeschützten Sandsteinfassade älter als die 1907 ins Leben gerufene SNB, wie Moser anmerkte. Ursprünglich als Wohnhaus genutzt, wurden die einzelnen Gebäude ab 1969 schrittweise durch die SNB erworben und zu Büros umgebaut. Mit einem Besucherraum und InfoCenter im Erdgeschoss soll das modernisierte Gebäudeinnere nun erstmals seit einem halben Jahrhundert auch wieder dem Publikum zugänglich gemacht werden.

2. Platz für das Team Stücheli Architekten, huggenbergerfries Architekten, Balliana Schubert Landschaftsarchitekten.

In Rapperswil-Jona steigt der Bedarf an altersgerechtem Wohnraum und Pflege-/Betreuungsangeboten sukzessive an. Um frühzeitig ein hochwertiges Angebot bereitzustellen, planen die Stadt und die Ortsgemeinde Rapperswil-Jona am Standort Schachen bis 2022 ein neues Pflegezentrum zu realisieren. Für die Planung der 168 Pflegeplätze und 60 Wohnungen mit Erweiterungsoptionen schrieb die Stadt im März 2017 einen Projektwettbewerb im selektiven Verfahren aus. Unter den insgesamt 70 Bewerbungen und 12 Teilnehmenden erlangte das Team Stücheli Architekten, huggenbergerfries Architekten, Balliana Schubert Landschaftsarchitekten den 2. Rang.

Statt der vorgegebenen Positionierung des Pflegezentrums im Norden, schlägt das Projekt eine «Rochade» vor, mit den kleinmassstäblichen Alterswohnungen im Norden und dem Pflegezentrum am Übergang zum südlichen, grossmassstäblichen Gewerbegebiet. Für den «präzisen städtebaulichen Akzent», der durch diese Massnahme erreicht wird, fand die Jury anerkennende Worte, ebenso für das «räumlich und funktional sehr gut organisierte» Pflegezentrum.

Für sein pädagogisches Konzept, das Heterogenität zur Bereicherung nutzt, wurde das 2016 eingeweihte Sekundarschulhaus Sandgruben mit dem Schweizer Schulpreis ausgezeichnet.

Bereits im 2012 ausgeschriebenen Projektwettbewerb stand fest, dass das Sekundarschulhaus Sandgruben in Basel kein gewöhnliches Schulhaus werden sollte. Hinter der Initiative schien ein Team Idealisten zu stecken. Im Vorwort zum Wettbewerbsprogramm rief Schulraumplaner Stephan Hug zum «intensiven Dialog zwischen den am Projekt beteiligten Partnern» auf. Als Beleg zitierte er den Architekten Alfred Roth, der die «Fehlentwicklung der Schulbaufrage» auf «fehlende Zusammenarbeit von Pädagogen, Architekten und Behörden» zurückführte. Das Zitat von Roth ist nun 60 Jahre alt und dem Team von Idealisten, oder vielmehr Visionären, ist es tatsächlich gelungen, den «intensiven Dialog» zur Beschreitung neuer, pädagogischer Wege zu nutzen.

Rund 600 Schülerinnen und Schüler besuchen heute das Sekundarschulhaus Sandgruben. Sie gehören drei Jahrgängen an und sind drei Niveaugruppen zugeteilt, die sich gemeinsam ein alters- und niveaugruppendurchmischtes «Lernatelier» teilen. Nun ist das Schulhaus Sandgruben unter 24 Bewerbungen als eines von 6 Schulhäusern mit dem Schweizer Schulpreis ausgezeichnet worden. Als Preisträger soll es dazu beisteuern, dass «Schulen von Schulen lernen». Nach 2013 und 2015 war 2017 die dritte Ausgabe der Preisverleihung. Wer weiss, vielleicht wird 2019 auf dem Programm stehen: «Schulen, Behörden und Architekten lernen von Schulen, Behörden und Architekten»? Weitere Informationen und Filme zu den Preisträger-Schulen unter: www.schweizerschulpreis.ch

Das «modernste Trainingscenter der Lufthansa-Gruppe» steht bald in der Schweiz. Am 14. Dezember 2017 fand in Opfikon die Grundsteinlegung für das neue Lufthansa Aviation Training Center «TC2020» statt.

Piloten und Flugbegleiter, die ihre Ausbildung in der Schweiz absolvieren, besuchen derzeit das Schulungszentrum der Lufthansa Aviation Training Switzerland AG (vormals Swiss Aviation Training) in Zürich Kloten. Das landesweit bedeutendste Flugtrainingszentrum besteht aus einem über die Jahrzehnte gewachsenen Gebäudekonglomerat, das zwar modernste Technik beherbergt, den Anforderungen an einen attraktiven Schulungsstandort aber nicht gerecht wird. Mit dem neuen Lufthansa Aviation Training Center TC2020 soll erstmals die gesamte Schulungsinfrastruktur unter einem Dach vereint werden.

Auf einer Grundfläche von rund 40 auf 120 Meter beherbergt der geplante Neubau neben Schulungs- und Büroräumen unter anderem fünf Flugzeugrumpfattrappen, Räume für realitätsgetreue Notfall- und Evakuationsübungen sowie acht Standplätze für Flugsimulatoren. Insbesondere die hochsensible Technik der rund 15 bis 20 Tonnen schweren Simulatoren stellte hohe Anforderungen an die Planung, so dass der Neubau im Grunde um dieses Herz der Anlage herum entwickelt werden musste. Für das Bauvorhaben investiert Lufthansa Aviation Training Switzerland rund 50 Millionen Franken. Bis Ende 2019 soll der Bau fertiggestellt sein.

2. Platz für das Team Stücheli Architekten.

Das Areal Mürtschen-/Oberseestrasse liegt an zentraler und wenig verkehrsbelasteter Lage in Rapperwil-Jona. Aufgrund des grossen Sanierungsbedarfs und der geringen baulichen Dichte plant die Gebäudeversicherung des Kantons St. Gallen (GVA) die heutige Siedlung aus den 1940er Jahren durch eine Neuüberbauung zu ersetzen. Um eine «bewilligungsfähige, zukunftsgerichtete Überbauung» zu realisieren, hat die GVA im Mai einen offenen Projektwettbewerb ausgeschrieben.

Unter den insgesamt 54 eingereichten Projekten, wurde der Vorschlag des Teams Stücheli Architekten mit dem 2. Preis ausgezeichnet. Lobende Worte erhielten insbesondere die «Differenzierung für unterschiedliche Bewohnergruppen» und die daraus entwickelte «stimmige Gesamtanlage». Der Jurybericht und weitere Informationen finden sich auf der Website des Wettbewerbsbüros.

Im November 2016 wurden Architekturmodelle der Stücheli Architekten nach Regensdorf entführt. Was dort mit ihnen geschah, ist nun auf SRF1 zu sehen, in der neuen TV-Serie «Wilder».

Am 7. November 2017 wurde die erste Folge der neuen SRF-TV-Serie «Wilder» ausgestrahlt und die Kritiken überbieten sich im Lob. «‹Fargo› im Berner Oberland» (Tages-Anzeiger) spielt im fiktiven Bergdorf Oberwies, wo ein ägyptischer Investor ein umstrittenes Luxushotel bauen will. Die Ermittlungen drehen sich um dessen verschwundene Tochter, einen Mord und ein dunkles Geheimnis aus der Vergangenheit. Lob erhält denn auch weniger der Plot als die schauspielerische Leistung. Insbesondere Newcomerin Sarah Spale als Ermittlerin Rosa Wilder hat es den Filmkritikern angetan. So fristen die Nebendarsteller ein Mauerblümchendasein.

Denn, was den wenigsten bekannt sein dürfte, in «Wilder» geben auch Stücheli Architekten ihr Filmdebüt – wenn auch nicht die Architekten selber, so zumindest die Modelle des Architekturbüros. Im November 2016 wurden diese nach Regensdorf entführt, um dort in einem getäferten Raum ein Berner Architekturbüro darzustellen. Ob sie dabei zu überzeugen vermögen, lässt sich überprüfen in den Folgen 2 (14.11.17) und 5 (05.12.17). Am Akzent werden sie – im Unterschied zu anderen Darstellern – jedenfalls kaum scheitern.

C-Films 171110 Wilder Teaser

Am 28. September 2017 wurde der Aufgang Europaallee für das Publikum geöffnet. Mit einer Personenfrequenz von täglich rund 100'000 bildet er eine der wichtigsten Schnittstellen zwischen Zürcher Hauptbahnhof und Stadt.

Mit dem Aufgang Europaallee wurde nach achtjähriger Bauzeit das letzte Bauwerk der Durchmesserlinie vollendet. Der Aufgang bildet das südliche Ende der Passage Sihlquai, die zur Kapazitätserhöhung von 8 auf 17 Meter erweitert wurde. Damit ist die neue Treppenanlage der breiteste Zugang zum Hauptbahnhof überhaupt. Von der Passage Sihlquai führen nun zwei weitläufige Steintreppen, drei Rolltreppen und ein Lift zum Europaplatz, den – so rechnet die Stadt – nach der Eröffnung im Jahr 2020 120'000 Personen täglich begehen werden.

Abgesehen von den betrieblichen und technischen Rahmenbedingungen galt es bei der Planung auch die gestalterischen Anforderungen der vielfältigen angrenzenden Nutzungen zu berücksichtigen, die in Zukunft als Einheit wahrgenommen werden sollen. Neben den kommerziellen Flächen entlang der Passage sind das unter anderem eine kürzlich eröffnete unterirdische Einstellhalle für 1800 Fahrräder sowie der Europaplatz. In unmittelbarer Nähe des Baufeld B gelegen, ist der Aufgang hinsichtlich Lastenabtragung und Leitungsführung überdies eng an das ebenfalls von Stücheli Architekten geplante Geschäftshaus geknüpft.

Aufgang Europaallee

Bis im Oktober 2018 soll die Zürcher «Börse» zu einer Hauptniederlassung von EF Education First umgewandelt werden. Im August haben die Bauarbeiten begonnen.

Die Geschichte der Zürcher Börse war von Beginn an bewegt. 1992 eingeweiht machte die Digitalisierung die neuen Börsenringe bereits vier Jahre später obsolet. Bald darauf wurde das ehemals mit dem unterirdischen Bahnhof Selnau verbundene Shopping-Geschoss mangels Frequenz zu Büros umgewandelt. Nach weiteren betrieblichen und baulichen Veränderungen, zuletzt 2010, gab die SIX Swiss Exchange das ikonenhafte Gebäude im Juni 2017 schliesslich zugunsten eines konventionellen Bürobaus auf.

Mit rund 800 Arbeitsplätzen und ergänzender Infrastruktur plant die neue Eigentümerin EF Education First das ikonenhafte Gebäude zu einem wichtigen Standbein in Europa zu machen. Im Fokus des architektonischen Eingriffs liegen die Schärfung der prägnanten Gebäudestruktur sowie die Förderung der Orientierung und Kommunikation. Neben einer Cafeteria wird den Mitarbeitenden eine 1500m² grosser Dachgarten zur Verfügung stehen.

Nach rund 10-jähriger Planungs- und 2-jähriger Bauzeit wird der AgroVet-Strickhof am 2./3. September mit einem Fest für die Öffentlichkeit eröffnet.

Der Name AgroVet-Strickhof steht für die drei Partner Kanton Zürich (Strickhof), ETH Zürich (Agrarwissenschaften) und Universität Zürich (Vetsuisse) und ihre Vision eines gemeinsamen Bildungs- und Forschungszentrum, das in dieser Form weltweit einzigartig ist. Unter dem Motto «from feed to food» werden Landwirte, Agronomen und Veterinäre am Standort in Lindau (ZH) von nun an gemeinsam an einer nachhaltigen globalen Ernährungsversorgung forschen. Über die Zusammenlegung der vormals drei Standorte können betriebliche Synergien genutzt werden, vor allem aber soll die Praxisrelevanz der Forschung sichergestellt werden.

Die nach einem Entwurf von Itten+Brechbühl durch Stücheli Architekten ausgeführte Anlage besteht aus dem Stoffwechselzentrum mit modernster Messtechnik, den Stallungen mit u.a. Platz für 128 Kühe und einem Melkroboter, dem Büro- und Laborgebäude mit 50 Arbeitsplätzen, dem Futterlager und dem sogenannten Forum, in dem rund 300 Zuschauer Live-Demonstrationen beiwohnen können. Am 2. Und 3. September 2017, von 9.30 bis 17.00 Uhr, stehen sämtliche Anlagen der Öffentlichkeit zur Besichtigung offen. Weitere Informationen sind abrufbar unter: www.aln.zh.ch

 

Für die «überzeugende Kommunikation im Kontext der Architektur» wird der Jubiläumscomic «Das Quecksilbergemälde» mit dem «Iconic Award 2017» ausgezeichnet.

Der deutsche Rat für Formgebung würdigt mit den «Iconic Awards» jedes Jahr herausragende Architektur- und Designprojekte aller Länder. Inmitten der inzwischen inflationären Anzahl von Architektur- und Designauszeichnungen hebt sich die Auszeichnung durch die aussergewöhnlich umfassende Sicht ab. So kennt der Award neben den Kategorien «Architecture», «Interior» und «Product» auch die Kategorien «Concept» und «Communication». Mit ihrer Jubiläumspublikation «Das Quecksilbergemälde» haben Stücheli Architekten die interdisziplinäre Fachjury in der Sonderkategorie «Communication» überzeugt und werden als Winner des Iconic Awards ausgezeichnet. Weitere Informationen zur Auszeichnung und sämtliche Preisträger sind zu finden unter www.iconic-architecture.com/gewinner.

Der Architekturcomic «Das Quecksilbergemälde» erschien im November 2016 aus Anlass des 70-jährigen Bestehens der Stücheli Architekten AG. Entsprechend dem Leitsatz des Büros «Architektur nicht um ihretwillen, sondern als Rahmen für vielfältiges Erleben» bilden die Bauten aus 70 Jahren Schaffenszeit den Hintergrund einer kriminalistischen Geschichte des Autors Matthias Gnehm. Komplettiert wird der Comic um einen Anhang mit Anekdoten zu den einzelnen Projekten sowie einer Stadtkarte im Stil eines Architekturführers. Die Publikation wurde als Buch sowie als Beilage der Architekturzeitschrift TEC21 publiziert, und wurde im Rahmen eines Leser-Wettbewerbs im NZZ Folio verlost.

Das Quecksilbergemälde

Die Archithese-Redaktion liest den Stücheli-Jubiläumscomic «Das Quecksilbergemälde» und ortet ein Revival des Analogen.

Als «rundum kecke und unterhaltsame Weise, Geschichte und Portfolio eines Büros zu vermitteln», lobt die Zeitschrift Archithese den Stücheli-Jubiläumscomic «Das Quecksilbergemälde». Dass in dieser «Detektivgeschichte» auch Projekte des Büros zum Leben erwachen, die (noch) nicht realisiert sind, und dass die Geschichte auf Zeitungspapier gedruckt «in die Briefkästen flattert» diagnostiziert die Autorin als Ausdruck eines Paradigmenwechsels: «Wenn peppige Websites nicht mehr ins Auge fallen und Newsletter ungelesen im Ether der Mailkontos verschwinden, soll die Darstellung der Projekte offensichtlich wieder dingfest sein.»

Hinter dem Comic ortet die Autorin gar ein «architektonisches Manifest» – «Lässt sich der Drang nach der Hardcopy auch auf die Architektur übertragen? Könnte man aktuell gar von einem Revival der Analogen Architektur sprechen?» – lässt diese Fragen aber glücklicherweise unbeantwortet. Nicht hinter jeder guten Geschichte steckt ein Manifest, manchmal soll sie einfach nur unterhaltsam sein.

Nach rund 4-jähriger Planungszeit wurde am 10.07.17 mit den Sanierungsarbeiten am «Zentrum Witikon» begonnen.

Das 1968-70 erbaute «Zentrum Witikon» gilt als eines der ersten Schweizer Einkaufszentren und Pionier der Zentrumsidee. Im Unterschied zu überdeckten Shopping Malls nach amerikanischem Modell plante der Landwirt Karl Ochsner auf seiner früheren Kuhweide einen Dorfplatz zu realisieren. Für ihre strukturalistische Architektur und ihr stringentes Corporate Design wurde die visionäre Überbauung bereits kurz nach Fertigstellung mit renommierten Auszeichnungen gewürdigt, darunter der Auszeichnung für gute Bauten der Stadt Zürich. Als sie erst 2013 ins Inventar der städtischen Denkmalpflege aufgenommen wurde, war sie jedoch bereits stark baufällig und durch spätere Anbauten aus den 1980er Jahren verschandelt.

Mit der Sanierung unter der neuen Eigentümerin Migros soll das ursprüngliche Erscheinungsbild weitestgehend bewahrt oder rekonstruiert werden. Wo ein Ersatz oder eine Ergänzung nötig ist, wird diese aus dem Original heraus entwickelt – zum Beispiel im Fall der charakteristischen Betonsteine, die in dieser Form nicht mehr erhältlich sind. Abgestimmt auf den Kalender der Mieterschaft und Geschäfte geschieht die Ausführung gebäudeweise in sechs Etappen. Die Neueröffnung ist für Spätfrühling 2019 geplant.

Die ETH Wohnsiedlung für Studierende erhält den «best architects 18» Award in der Kategorie Wohnungsbau / Mehrfamilienhäuser.

Insgesamt wurden 367 Arbeiten aus dem europäischen Raum zur diesjährigen Ausgabe des «best architects Award» eingereicht. 71 der Projekte wurden mit der Auszeichnung «best architects 18» gewürdigt, darunter die 2016 fertiggestellte Wohnsiedlung für Studierende «Living Science». Die diesjährige Jury setzte sich zusammen aus Prof. Verena von Beckerath (Heide & von Beckerath, Berlin), Sou Fujimoto (Sou Fujimoto Architects, Tokyo) und Prof. Ingemar Vollenweider (jessenvollenweider architektur, Basel).

Der «best architects Award» wird seit 2006 jährlich an realisierte Bauten verliehen, die sich durch herausragende architektonische Qualität in den Kategorien Wohnungsbau, Büro- und Verwaltungsbauten, Gewerbe- und Industriebauten, Bildungsbauten, öffentliche Bauten, sonstige Bauten sowie Innenausbau, hervorheben. Seit 2015 ist die Auszeichnung für den ganzen europäischen Raum geöffnet. Die Publikation zu den Preisträgern 2018 erscheint im Herbst.

«Building Information Modeling» kurz BIM ist in den Schweizer Publikumsmedien angekommen. Nach einer einleitenden Ausgabe Ende 2016 veröffentlicht Mediaplanet am 27. Mai 2017 die zweite Tages-Anzeiger-Beilage zum Thema.

Unter dem Schwerpunkt «BIM in der Praxis» vereint die crossmediale Kampagne Expertenmeinungen, Praxisbeispiele und Erfahrungsberichte. Denn obschon nach wie vor viel geredet wird, wird auch zunehmend «gemacht». Zwischen viel Zukunftsoptimismus wird in der Ausgabe auch kritisch-abwartenden Meinungen Platz eingeräumt.

Auch unser Büro will sich diesem wichtigen Diskurs nicht verschliessen. Anhand der Einführung von BIM in unseren Büroalltag erläutern wir, wie wir diesen Kulturwandel eingeleitet haben und im Interview unsere Erfahrungen mit Open BIM. Für ein Gesamtfazit ist es noch zu früh, umso wichtiger ist dieser Diskurs.

2. Platz für das Team um Stücheli Architekten.

Auf dem Areal Waldacker im Westen der Stadt St. Gallen plant die Ortsbürgergemeinde St. Gallen, «eine reine Wohnüberbauung mit hoher Architektur-, Freiraum- und Wohnqualität» zu realisieren. Dazu organisierte sie einen offenen Studienauftrag für Bietergemeinschaften. Dabei waren innovative Wohntypologien explizit erwünscht.

Mit seinem Vorschlag einer raumfassenden Grossform mit gestaffelten Wohnungsgrundrissen erreichte das Team um Stücheli Architekten das Finale. Die Jury würdigte unter anderem die präzise Setzung der Baukörper, die einen «speziellen und neuen Ort» schafft, und das überdurchschnittlich hohe Angebot an flexiblen Wohneinheiten, die eine gute Rentabilität verspreche.

Am 7. April 2017 wurden die Rolltreppen für den neuen Aufgang zur Europaallee geliefert. Die drei leistungsstarken Rolltreppen werden vermutlich schweizweit am meisten Personen täglich befördern.

Der Beitrag der Stücheli Architekten zum Eingang Europaallee nimmt nun rasch Form an. Während der Kopfbau auf dem Baufeld B um die Ostertage auf sein 10. und damit oberste Geschoss angewachsen sein wird, wurde der Aufgang zur Europaallee am 7. April 2017 um die «grösste Rolltreppe der Schweiz» (Tages-Anzeiger, 07.04.17) ergänzt.

Der neue Aufgang soll zukünftig 100 000 Pendler täglich aufnehmen und wird dazu von heute 10 auf 17 Meter verbreitert. Neben den drei neuen Rolltreppen stehen den Bahnreisenden künftig zwei konventionelle Treppen und ein Lift zur Verfügung.

Die Eröffnung des neuen Aufgangs ist für den 25. September 2017 geplant. Die Bauarbeiten auf dem Baufeld B dauern noch bis Ende 2018.

Am 3. April 2017 starten die Sanierungsarbeiten am ehemaligen Verwaltungsgebäudes an der Genferstrasse 27 in Zürich-Enge. Die Aussenhülle und das prägnante Exoskelett müssen komplett ersetzt werden.

Das 1968 in Zürich-Enge erstellte Verwaltungsgebäude ist ein Blickfang. Vom Architekten Rudolf Zürcher an der Genferstrasse 27 entworfen sticht insbesondere das markante Exoskelett ins Auge. Mit den Vierkantstahlstützen sollte laut Architektenbericht ein «Vertikalakzent» in der Fassade geschaffen werden. Eine Curtainwall und Brüstungsverkleidungen aus Alumium-Leichtmetallgussplatten runden das technoide Erscheinungsbild ab. Zur Erfüllung der feuerpolizeilichen Auflagen mussten die «ausserordentlich schlanken Stahlstützen» allerdings grosszügig ummantelt werden.

Die heutigen Anforderungen an Bauphysik und Brandschutz lassen weder die Sanierung der Fassade noch des Exoskeletts zu. Der ortsprägende Gebäudecharakter soll aber dennoch gewahrt werden. Das ursprüngliche Fassadenraster wird beibehalten. Das Exoskelett wird durch innenliegende Stützen ersetzt, bleibt in der Fassadengliederung über Lisenen aber nach wie vor ablesbar. Über vergrösserte Fensterflächen wird die Vertikalität des Baukörpers zusätzlich betont. Die Brüstungselemente werden redimensioniert wieder eingebaut, die Granitböden und weissgrauen Marmorverkleidungen im Inneren bleiben erhalten. Bis im Herbst 2018 sollen die Sanierungsarbeiten abgeschlossen sein.

Genferstr27 Zh

Stücheli Architekten erweitern ihr Leistungsangebot und betreten die Welt der Schauspielerei.

Auf Anfrage von C-Films (u.a. «Schellen-Ursli», «Nachtzug nach Lissabon», «Grounding») wirken Stücheli Architekten bei der TV-Serie «Wilder» mit, die vom Dezember 2017 bis Januar 2018 im Schweizer Fernsehen ausgestrahlt werden soll. «Schauspieler» des Büros sind allerdings nicht die Architektinnen und Architekten selber, sondern die Projekte des Büros. Als Requisiten bilden sie den Hintergrund eines Architekturbüros im fiktiven Bergdorf «Oberwies».

Nach Plänen eines arabischen Investors soll in Oberwies ein gigantisches Ferienresort entstehen. Doch kurz vor Baubeginn des umstrittenen Projekts ist die Tochter des Investors spurlos verschwunden. «Die lokale Identität steht im Kontrast zu den wirtschaftlichen Chancen einer globalisierten Welt», schreiben die Filmemacher über die Serie. Als Krimi verpackt soll sie zur Auseinandersetzung mit dem heutigen «Mikrokosmos der Schweiz» anregen.

Setfoto Wilder

Per Semesterbeginn am 20. Februar 2017 wird der erste «Relax Raum» auf dem ETH-Campus Hönggerberg seine Türen öffnen.

Mit seinen «Relax Räumen» bietet der ASVZ Forschenden und Studierenden in Zürichs Stadtzentrum seit über zehn Jahren beliebte Entspannungs- und Rückzugsmöglichkeiten an. Auf Wunsch der Studierenden hat die ETH nun einige der Atelierräume der Wohnsiedlung HWW zum «Relax Raum» ausbauen lassen. Der von Stücheli Architekten gestaltete Raum ist weitgehend offen belassen. Die Gliederung in den Empfangs- und Entspannungsbereich erfolgt über eine Box aus geölter Eiche, in deren Hülle sämtliche technischen Installationen verborgen sind.

Im äusseren Entspannungsbereich können die Gäste aus unterschiedlichen Liegen wählen – mit und ohne Vibrationen, mit und ohne Musik – und sich von Stimmungsbilder auf einem mit Textil überspannten Bildschirm berieseln lassen. In Kontrast zum offenen, hellen Entspannungsbereich beherbergt die Box einen introvertierten Raum zur Meditation, ist inwendig dunkelblau und lässt sich mit einer variablen Lichtsteuerung in unterschiedliche Farbstimmungen eintauchen. Damit die Gäste sich sorglos der Versenkung hingeben können, sind die Räumlichkeiten betreut, inklusive Weckdienst nach einer halben Stunde.

Meditationsraum ETH HWW

Am 3. November luden Stücheli Architekten zum grossen Jubiläumsfest in den Zürcher Hauptbahnhof ein. 240 Gäste waren ins ausgebuchte Restaurant Imagine gekommen, wo sie ein neues Buch, ein neues Logo und «Kommissar Meier» erwarteten.

«70 Jahre ist zwar eine ansehnliche Zahl, aber für eine Jubiläumsfeier nicht gerade üblich», begrüsste Christof Glaus die Anwesenden. Der 100-jährige Geburtstag des Firmengründers Werner Stücheli scheint da schon naheliegender. Tatsächlich sind die beiden runden Zahlen in erster Linie eine glückliche Fügung, welche die fünf Partner aber zum Schluss brachte: Wenn wir es jetzt nicht tun, wann dann?

Mit Eva Schaub und Mathis Tinner als jüngste Partner wird das Büro derzeit in 3. und 4. Generation geführt. Die 100, die 70 und den rollenden Generationenwechsel nahm sich das Büro zum Anlass Geschichte und Zukunft zu überdenken. Ein neues Erscheinungsbild und ein von der Geschichte genährter Architekturcomic sind die Ernte dieser Auseinandersetzung, die den Gästen an diesem Abend präsentiert und serviert wurden.

Die von den Grafikern Schätti und Lehmann entwickelte neue Wortmarke besitzt entfernte Verwandtschaft zum allerersten Schriftzug des Büros, dessen Mitarbeitende bis heute meist nur «Stüchelis» genannt werden. «Ein Schriftzug, der uns beim ersten und eben auch beim zweiten und dritten Blick, so geheimnisvoll selbstverständlich erschienen ist. Genau das, was wir auch mit unseren Bauten anstreben», so Glaus.

Die Bauten des Büros sollen nie um ihrer selbst willen dastehen, sondern immer auch einen Rahmen für Erlebnisse und Geschichten bilden. Entsprechend ist die Jubiläumspublikation kein Architekturbuch, sondern eine Geschichte, wie sie sich in einigen Bauten des Büros abgespielt haben könnte. Da diese Geschichte jedoch ein derart komplexer Fall ist, überliess an dieser Stelle Glaus Kommissar Meier alias Matthias Gnehm das Wort, der die neusten Erkenntnisse seiner Ermittlungen lautstark und packend präsentierte.

«Imagine the possibilities mit uns allen den Stüchelis», gab Glaus den Gästen zum Abschluss seiner Ansprache mit auf den Weg.

70-Jahr-Jubiläum © 2016 Manu Friederich

Zeitlos ist, was schon beim ersten Blick selbstverständlich erscheint.

Voller Stolz präsentieren wir unsere neue visuelle Identität und danken Schätti und Lehmann für die gute Zusammenarbeit!

Stuecheli Logo

In diesem Architekturbuch bilden Bauten für einmal nur den Hintergrund. Zur Feier ihres 70-jährigen Bestehens veröffentlichen Stücheli Architekten den kriminalistischen Architekturcomic «Das Quecksilbergemälde» mit Story und Bildern von Matthias Gnehm.

 «Architektur nicht um ihretwillen, sondern als Rahmen für vielfältiges Erleben, für Geschichten, die eine Stadt prägen. Das ist immer wieder aufs Neue unser Anliegen», schreiben Stücheli Architekten im Vorwort zu ihrer Jubiläumspublikation. Für einmal stehen deshalb nicht Bauten im Fokus dieses Architekturbuchs, sondern eine der vielen Geschichten, wie sie sich in ausgewählten Stücheli-Bauten abgespielt haben könnte. Bei der Entwicklung der Story hatte Comicautor Matthias Gnehm freie Hand.

Die fiktive Geschichte ist gespickt mit historischen Anekdoten. Wer mehr zu diesen teilweise nur mündlich überlieferten, Erzählungen oder zu den Bauten erfahren möchte kann die Fakten in einem Anhang nachlesen. Komplettiert wird das Ganze mit einem Stadtplan, mit dessen Hilfe sich die Leserschaft ebenfalls auf die Spuren des Quecksilbergemäldes begeben kann.

«Das Quecksilbergemälde», von Matthias Gnehm, Hrsg. Stücheli Architekten, 68 Seiten, 28 CHF, ISBN 978-3-9524658-0-6

Die Publikation kann direkt bei Stücheli Architekten bestellt werden über: info@stuecheli.ch, +41 44 465 86 86

Das Quecksilbergemälde © 2016 Matthias Gnehm

Mit dem neuen Schulhaus Sandgruben betritt der Kanton Basel-Stadt in mehrfacher Hinsicht Neuland. Davon konnten sich rund einen Monat nach Bezug zahlreiche Gäste aus der Region und architekturnahen Kreisen vor Ort überzeugen.

«Unser Kind ist kein Versuchskaninchen!», zitierte Regierungsrat Christoph Eymann in seiner Eröffnungsrede aus einem Elternbrief. Erhalten habe er den Brief mit dem Antrag um Neuzuteilung in ein anderes, konventionelles Schulhaus vor zwei Jahren, so der Vorsteher des Erzierhungsdepartements. Heute hingegen werde er von Jugendlichen und Eltern angefragt, ob es noch einen freien Platz im Sekundarschulhaus Sandgruben gebe.
Für die Schweiz pionierhaft sind nicht nur das pädagogische Konzept der «Lernateliers» und der in dieser Grössenordnung einmalige integrative Ansatz. Auch die Grössenverhältnisse sind dank multifunktionaler Raumnutzungen weitläufiger als im bereits gross angelegten Raumprogramm vorgesehen.

Noch wirkten die Gäste an diesem sommerlich warmen Septembertag im 3000m2 grossen, vom Landschaftsarchitekturbüro Bryum gestaltete Pausenhof etwas verloren. Wie vor kurzem noch in der grossen Haupthalle, die mit dem Terrakotta-Teppich (im Bild) der Künstlerinnen Claudia und Julia Müller den ihr eigenen Ruhepol erhalten hat, fehlt hier noch der letzte Schliff. Ab November werden die offenen Kiesflächen mit Bäumen bepflanzt werden und mobile Sitzelemente dazu einladen, den Platz nach eigenen Vorstellungen zu bespielen.

Das Kino Sternen in Zürich-Oerlikon wird Gericht und Denkmalpflege noch eine Weile beschäftigen. Nachdem die Eigentümerin die Unterschutzstellung des Baus erfolgreich angefochten hatte verlangt das Verwaltungsgericht nun ein ergänzendes Gutachten zur Schutzwürdigkeit des Baus.

Das 1950 erbaute Kino Sternen in Zürich-Oerlikon gehört zu den wichtigen Frühwerken Werner Stüchelis und markiert innerhalb der Zürcher Geschichte des Kinobaus eine Kehrtwende. Aufgrund der knappen Platzverhältnisse für die 560 Plätze schlug der damals 33-jährige Architekt vor, den Kinosaal ins erste Obergeschoss zu verlegen, was für die damalige Zeit ein absolutes Novum war und nur aufgrund der veränderten Sicherheitsanforderungen möglich war. In ihrem Gutachten (7.7.2014) unterstreicht die Denkmalpflegekommission insbesondere den städtebaulich prominenten Auftritt, zu dem das freistehende Gebäude dem Massenmedium Film verholfen habe.

Die Grundeigentümerin möchte das Gebäude vollständig abbrechen, um Platz für ein noch zu konkretisierendes Wohngebäude zu schaffen. Dies wäre auch möglich gewesen, hätte nicht der Heimatschutz interveniert. 
Laut am 7.9.2016 veröffentlichten Entscheid des Verwaltungsgerichts soll ein ergänzendes Gutachten nun abschliessend Klärung bringen: Welche Gebäudeteile sind im Einzelnen schützenswert und welche Teile im Interesse einer ökonomischeren Nutzung des Grundstücks entfernt oder umgestaltet werden? Nach Umbauten in den Jahren 1978 zur Tanzschule und 1999 zum Sexkino hat das Sternen jedenfalls bewiesen, dass es durchaus zu Wandel fähig ist.

Kino Sternen um 1950

Zur Feier unseres 70-Jahr-Jubiläums verlosen wir 25 Exemplare unseres kriminalistischen Architektur-Comics «Das Quecksilbergemälde». Teilnahme an der Verlosung über Einsendung der richtigen Antworten auf die drei Fragen zu diesem bisher ungelösten Fall...

Zürich-Wiedikon – Im Kafi Ferdinand taucht 1976 plötzlich ein quecksilbernes Gemälde auf, das nach wenigen Tagen wieder verschwindet. Kommissar Meier ermittelt und kommt einem seltsamen Phänomen auf die Spur, das sich zunächst im Verborgenen an den unterschiedlichsten Schauplätzen wiederholt – bis das Gemälde 2016 in der Technischen Berufsschule Zürich (TBZ) auftaucht und zum Hype wird.

Mehr über den mysteriösen Fall, der sich so nie abgespielt hätte, wäre unser Büro nicht vor 70 Jahren von Werner Stücheli gegründet worden, lesen Sie ab November 2016 im Architektur-Comic von Matthias Gnehm.

Verlosungsfragen:
1. Wie lautet der Name unseres Bürogründers?
2. In welchem Zürcher Quartier steht das Kafi Ferdinand?
3. Wann wurde die TBZ erbaut?
Einsendung der Antworten bis zum 30. September 2016 an: media@stuecheli.ch

 

TBZ © 2016 Matthias Gnehm

Im Schulhaus Sandgruben ersetzen durchlässige Lernateliers das konventionelle Klassenzimmer. Anlässlich des Eröffnungsfests vom 24. September 2016 kann das Pionierprojekt frei besichtigt werden.

Pünktlich zum Schuljahr 2016/17 konnten die 570 Schülerinnen und Schüler am 15. August 2016 ihr neues Sekundarschulhaus beziehen. Das Schulhaus Sandgruben gilt als Schlüsselprojekt der 2012 lancierten Schulraumerneuerung zur Umsetzung des HarmoS-Konkordats. Statt in konventionellen Klassenzimmern findet der Regelunterricht in sogenannten Lernateliers statt, einem durchlässigen Cluster aus Inputraum, Gruppenraum und Atelier mit Einzelarbeitsplätzen.

Das neuartige pädagogische Raumkonzept ermöglicht die Umsetzung unterschiedlichster Lehr- und Lernmodelle. In alters- und niveaudurchmischten Gruppen werden die Jugendlichen darin unterstützt, die für sie besten Lern-Methoden zu entwickeln.
Im Rahmen des Eröffnungsfestes vom 24. September 2016 organisieren Stücheli Architekten Architekturführungen durch das Gebäude. Treffpunkt ist um 14 Uhr in der Aula. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Mit knapp 70 Bauten und Initiativen, darunter Zürichs erstes Hochhaus, der Schanzengraben-Uferweg und die Limmatschifffahrt, hat der Architekt Werner Stücheli das heutige Zürich entscheidend mitgeprägt. Am 10. August 2016 wäre er 100 Jahre alt geworden.

Die Initialzündung war der Wettbewerbserfolg für die veterinärmedizinische Fakultät der Universität Zürich, der 1946 zur Bürogründung führte. Bereits das erste realisierte Projekt des Büros, die Siedlung Köschenrüti (1947), wurde mit der Auszeichnung für gute Bauten der Stadt Zürich prämiert. Es folgten in rascher Folge immer prominentere Aufträge, darunter viele Hochhäuser, wie das Geschäftshaus zur Bastei am Schanzengraben (1955), das erste Hochhaus in Zürich-City überhaupt.

Sei es bei den Hochhäusern oder späteren Grossprojekten ging es Stücheli nie darum, Denkmäler zu setzen, sondern die Wünsche der Bauherrschaft mit den Anforderungen an eine lebenswerte Stadt zu vereinen. Architektur betrachtete er in erster Linie als Dienstleistung und nicht als künstlerische Ausdrucksform: «Ich gehe dabei von der in gewissen Fachkreisen geradezu ketzerischen Ansicht aus, dass mein Bauherr später in seinem Haus und nicht in meinem Haus wohnen soll», so Stücheli.

Mit dem Bezug der Wohnungen für Studierende im Herbst 2016 wird der ETH-Campus Hönggerberg erstmals rund um die Uhr belebt sein. Am 13. Juli 2016 wurden die beiden neuen Wohnsiedlungen feierlich eingeweiht.

Als zentraler Bestandteil des «Masterplan Science City» sollen die neuen Wohnungen für Studierende den bisherigen Lehr- und Forschungsstandort zur lebendigen «Stadt des Wissens» aufwerten. Rund die Hälfte der 900 Wohneinheiten ist im sogenannten HWW an der südwestlichsten Campus-Ecke untergebracht. Aufgrund der aussergewöhnlich hohen Dichte und Grösse des Wohnkomplexes wurde besonders viel Wert auf die soziale Qualität der Erschliessungs- und Aussenräume gelegt.

Die Wohnsiedlung besteht aus vier Zeilen, die jeweils zu zwei Wohnhäusern mit zentralem, offenem Erschliessungssystem gruppiert sind. Vom Campus zur offenen Landschaft nehmen Dichte und Öffentlichkeitsgrad des Aussenraums ab. Die unterschiedlichen Wohnungstypen basieren auf der immer gleichen Individualzelle, die in eine Wohngemeinschaft oder zumindest Nachbarschaft eingegliedert ist. Trotz der Dichte ermöglicht das Gebäude Privatsphäre ohne Vereinzelung.