• 2. Platz für das Team Stücheli Architekten, huggenbergerfries Architekten, Balliana Schubert Landschaftsarchitekten.

    In Rapperswil-Jona steigt der Bedarf an altersgerechtem Wohnraum und Pflege-/Betreuungsangeboten sukzessive an. Um frühzeitig ein hochwertiges Angebot bereitzustellen, planen die Stadt und die Ortsgemeinde Rapperswil-Jona am Standort Schachen bis 2022 ein neues Pflegezentrum zu realisieren. Für die Planung der 168 Pflegeplätze und 60 Wohnungen mit Erweiterungsoptionen schrieb die Stadt im März 2017 einen Projektwettbewerb im selektiven Verfahren aus. Unter den insgesamt 70 Bewerbungen und 12 Teilnehmenden erlangte das Team Stücheli Architekten, huggenbergerfries Architekten, Balliana Schubert Landschaftsarchitekten den 2. Rang.

    Statt der vorgegebenen Positionierung des Pflegezentrums im Norden, schlägt das Projekt eine «Rochade» vor, mit den kleinmassstäblichen Alterswohnungen im Norden und dem Pflegezentrum am Übergang zum südlichen, grossmassstäblichen Gewerbegebiet. Für den «präzisen städtebaulichen Akzent», der durch diese Massnahme erreicht wird, fand die Jury anerkennende Worte, ebenso für das «räumlich und funktional sehr gut organisierte» Pflegezentrum.

  • Für sein pädagogisches Konzept, das Heterogenität zur Bereicherung nutzt, wurde das 2016 eingeweihte Sekundarschulhaus Sandgruben mit dem Schweizer Schulpreis ausgezeichnet.

    Bereits im 2012 ausgeschriebenen Projektwettbewerb stand fest, dass das Sekundarschulhaus Sandgruben in Basel kein gewöhnliches Schulhaus werden sollte. Hinter der Initiative schien ein Team Idealisten zu stecken. Im Vorwort zum Wettbewerbsprogramm rief Schulraumplaner Stephan Hug zum «intensiven Dialog zwischen den am Projekt beteiligten Partnern» auf. Als Beleg zitierte er den Architekten Alfred Roth, der die «Fehlentwicklung der Schulbaufrage» auf «fehlende Zusammenarbeit von Pädagogen, Architekten und Behörden» zurückführte. Das Zitat von Roth ist nun 60 Jahre alt und dem Team von Idealisten, oder vielmehr Visionären, ist es tatsächlich gelungen, den «intensiven Dialog» zur Beschreitung neuer, pädagogischer Wege zu nutzen.

    Rund 600 Schülerinnen und Schüler besuchen heute das Sekundarschulhaus Sandgruben. Sie gehören drei Jahrgängen an und sind drei Niveaugruppen zugeteilt, die sich gemeinsam ein alters- und niveaugruppendurchmischtes «Lernatelier» teilen. Nun ist das Schulhaus Sandgruben unter 24 Bewerbungen als eines von 6 Schulhäusern mit dem Schweizer Schulpreis ausgezeichnet worden. Als Preisträger soll es dazu beisteuern, dass «Schulen von Schulen lernen». Nach 2013 und 2015 war 2017 die dritte Ausgabe der Preisverleihung. Wer weiss, vielleicht wird 2019 auf dem Programm stehen: «Schulen, Behörden und Architekten lernen von Schulen, Behörden und Architekten»? Weitere Informationen und Filme zu den Preisträger-Schulen unter: www.schweizerschulpreis.ch

  • Das «modernste Trainingscenter der Lufthansa-Gruppe» steht bald in der Schweiz. Am 14. Dezember 2017 fand in Opfikon die Grundsteinlegung für das neue Lufthansa Aviation Training Center «TC2020» statt.

    Piloten und Flugbegleiter, die ihre Ausbildung in der Schweiz absolvieren, besuchen derzeit das Schulungszentrum der Lufthansa Aviation Training Switzerland AG (vormals Swiss Aviation Training) in Zürich Kloten. Das landesweit bedeutendste Flugtrainingszentrum besteht aus einem über die Jahrzehnte gewachsenen Gebäudekonglomerat, das zwar modernste Technik beherbergt, den Anforderungen an einen attraktiven Schulungsstandort aber nicht gerecht wird. Mit dem neuen Lufthansa Aviation Training Center TC2020 soll erstmals die gesamte Schulungsinfrastruktur unter einem Dach vereint werden.

    Auf einer Grundfläche von rund 40 auf 120 Meter beherbergt der geplante Neubau neben Schulungs- und Büroräumen unter anderem fünf Flugzeugrumpfattrappen, Räume für realitätsgetreue Notfall- und Evakuationsübungen sowie acht Standplätze für Flugsimulatoren. Insbesondere die hochsensible Technik der rund 15 bis 20 Tonnen schweren Simulatoren stellte hohe Anforderungen an die Planung, so dass der Neubau im Grunde um dieses Herz der Anlage herum entwickelt werden musste. Für das Bauvorhaben investiert Lufthansa Aviation Training Switzerland rund 50 Millionen Franken. Bis Ende 2019 soll der Bau fertiggestellt sein.

  • 2. Platz für das Team Stücheli Architekten.

    Das Areal Mürtschen-/Oberseestrasse liegt an zentraler und wenig verkehrsbelasteter Lage in Rapperwil-Jona. Aufgrund des grossen Sanierungsbedarfs und der geringen baulichen Dichte plant die Gebäudeversicherung des Kantons St. Gallen (GVA) die heutige Siedlung aus den 1940er Jahren durch eine Neuüberbauung zu ersetzen. Um eine «bewilligungsfähige, zukunftsgerichtete Überbauung» zu realisieren, hat die GVA im Mai einen offenen Projektwettbewerb ausgeschrieben.

    Unter den insgesamt 54 eingereichten Projekten, wurde der Vorschlag des Teams Stücheli Architekten mit dem 2. Preis ausgezeichnet. Lobende Worte erhielten insbesondere die «Differenzierung für unterschiedliche Bewohnergruppen» und die daraus entwickelte «stimmige Gesamtanlage». Der Jurybericht und weitere Informationen finden sich auf der Website des Wettbewerbsbüros.

  • Im November 2016 wurden Architekturmodelle der Stücheli Architekten nach Regensdorf entführt. Was dort mit ihnen geschah, ist nun auf SRF1 zu sehen, in der neuen TV-Serie «Wilder».

    Am 7. November 2017 wurde die erste Folge der neuen SRF-TV-Serie «Wilder» ausgestrahlt und die Kritiken überbieten sich im Lob. «‹Fargo› im Berner Oberland» (Tages-Anzeiger) spielt im fiktiven Bergdorf Oberwies, wo ein ägyptischer Investor ein umstrittenes Luxushotel bauen will. Die Ermittlungen drehen sich um dessen verschwundene Tochter, einen Mord und ein dunkles Geheimnis aus der Vergangenheit. Lob erhält denn auch weniger der Plot als die schauspielerische Leistung. Insbesondere Newcomerin Sarah Spale als Ermittlerin Rosa Wilder hat es den Filmkritikern angetan. So fristen die Nebendarsteller ein Mauerblümchendasein.

    Denn, was den wenigsten bekannt sein dürfte, in «Wilder» geben auch Stücheli Architekten ihr Filmdebüt – wenn auch nicht die Architekten selber, so zumindest die Modelle des Architekturbüros. Im November 2016 wurden diese nach Regensdorf entführt, um dort in einem getäferten Raum ein Berner Architekturbüro darzustellen. Ob sie dabei zu überzeugen vermögen, lässt sich überprüfen in den Folgen 2 (14.11.17) und 5 (05.12.17). Am Akzent werden sie – im Unterschied zu anderen Darstellern – jedenfalls kaum scheitern.

  • Am 28. September 2017 wurde der Aufgang Europaallee für das Publikum geöffnet. Mit einer Personenfrequenz von täglich rund 100'000 bildet er eine der wichtigsten Schnittstellen zwischen Zürcher Hauptbahnhof und Stadt.

    Mit dem Aufgang Europaallee wurde nach achtjähriger Bauzeit das letzte Bauwerk der Durchmesserlinie vollendet. Der Aufgang bildet das südliche Ende der Passage Sihlquai, die zur Kapazitätserhöhung von 8 auf 17 Meter erweitert wurde. Damit ist die neue Treppenanlage der breiteste Zugang zum Hauptbahnhof überhaupt. Von der Passage Sihlquai führen nun zwei weitläufige Steintreppen, drei Rolltreppen und ein Lift zum Europaplatz, den – so rechnet die Stadt – nach der Eröffnung im Jahr 2020 120'000 Personen täglich begehen werden.

    Abgesehen von den betrieblichen und technischen Rahmenbedingungen galt es bei der Planung auch die gestalterischen Anforderungen der vielfältigen angrenzenden Nutzungen zu berücksichtigen, die in Zukunft als Einheit wahrgenommen werden sollen. Neben den kommerziellen Flächen entlang der Passage sind das unter anderem eine kürzlich eröffnete unterirdische Einstellhalle für 1800 Fahrräder sowie der Europaplatz. In unmittelbarer Nähe des Baufeld B gelegen, ist der Aufgang hinsichtlich Lastenabtragung und Leitungsführung überdies eng an das ebenfalls von Stücheli Architekten geplante Geschäftshaus geknüpft.

  • Bis im Oktober 2018 soll die Zürcher «Börse» zu einer Hauptniederlassung von EF Education First umgewandelt werden. Im August haben die Bauarbeiten begonnen.

    Die Geschichte der Zürcher Börse war von Beginn an bewegt. 1992 eingeweiht machte die Digitalisierung die neuen Börsenringe bereits vier Jahre später obsolet. Bald darauf wurde das ehemals mit dem unterirdischen Bahnhof Selnau verbundene Shopping-Geschoss mangels Frequenz zu Büros umgewandelt. Nach weiteren betrieblichen und baulichen Veränderungen, zuletzt 2010, gab die SIX Swiss Exchange das ikonenhafte Gebäude im Juni 2017 schliesslich zugunsten eines konventionellen Bürobaus auf.

    Mit rund 800 Arbeitsplätzen und ergänzender Infrastruktur plant die neue Eigentümerin EF Education First das ikonenhafte Gebäude zu einem wichtigen Standbein in Europa zu machen. Im Fokus des architektonischen Eingriffs liegen die Schärfung der prägnanten Gebäudestruktur sowie die Förderung der Orientierung und Kommunikation. Neben einer Cafeteria wird den Mitarbeitenden eine 1500m² grosser Dachgarten zur Verfügung stehen.

  • Nach rund 10-jähriger Planungs- und 2-jähriger Bauzeit wird der AgroVet-Strickhof am 2./3. September mit einem Fest für die Öffentlichkeit eröffnet.

    Der Name AgroVet-Strickhof steht für die drei Partner Kanton Zürich (Strickhof), ETH Zürich (Agrarwissenschaften) und Universität Zürich (Vetsuisse) und ihre Vision eines gemeinsamen Bildungs- und Forschungszentrum, das in dieser Form weltweit einzigartig ist. Unter dem Motto «from feed to food» werden Landwirte, Agronomen und Veterinäre am Standort in Lindau (ZH) von nun an gemeinsam an einer nachhaltigen globalen Ernährungsversorgung forschen. Über die Zusammenlegung der vormals drei Standorte können betriebliche Synergien genutzt werden, vor allem aber soll die Praxisrelevanz der Forschung sichergestellt werden.

    Die nach einem Entwurf von Itten+Brechbühl durch Stücheli Architekten ausgeführte Anlage besteht aus dem Stoffwechselzentrum mit modernster Messtechnik, den Stallungen mit u.a. Platz für 128 Kühe und einem Melkroboter, dem Büro- und Laborgebäude mit 50 Arbeitsplätzen, dem Futterlager und dem sogenannten Forum, in dem rund 300 Zuschauer Live-Demonstrationen beiwohnen können. Am 2. Und 3. September 2017, von 9.30 bis 17.00 Uhr, stehen sämtliche Anlagen der Öffentlichkeit zur Besichtigung offen. Weitere Informationen sind abrufbar unter: www.aln.zh.ch

  • Für die «überzeugende Kommunikation im Kontext der Architektur» wird der Jubiläumscomic «Das Quecksilbergemälde» mit dem «Iconic Award 2017» ausgezeichnet.

    Der deutsche Rat für Formgebung würdigt mit den «Iconic Awards» jedes Jahr herausragende Architektur- und Designprojekte aller Länder. Inmitten der inzwischen inflationären Anzahl von Architektur- und Designauszeichnungen hebt sich die Auszeichnung durch die aussergewöhnlich umfassende Sicht ab. So kennt der Award neben den Kategorien «Architecture», «Interior» und «Product» auch die Kategorien «Concept» und «Communication». Mit ihrer Jubiläumspublikation «Das Quecksilbergemälde» haben Stücheli Architekten die interdisziplinäre Fachjury in der Sonderkategorie «Communication» überzeugt und werden als Winner des Iconic Awards ausgezeichnet. Weitere Informationen zur Auszeichnung und sämtliche Preisträger sind zu finden unter www.iconic-architecture.com/gewinner.

    Der Architekturcomic «Das Quecksilbergemälde» erschien im November 2016 aus Anlass des 70-jährigen Bestehens der Stücheli Architekten AG. Entsprechend dem Leitsatz des Büros «Architektur nicht um ihretwillen, sondern als Rahmen für vielfältiges Erleben» bilden die Bauten aus 70 Jahren Schaffenszeit den Hintergrund einer kriminalistischen Geschichte des Autors Matthias Gnehm. Komplettiert wird der Comic um einen Anhang mit Anekdoten zu den einzelnen Projekten sowie einer Stadtkarte im Stil eines Architekturführers. Die Publikation wurde als Buch sowie als Beilage der Architekturzeitschrift TEC21 publiziert, und wurde im Rahmen eines Leser-Wettbewerbs im NZZ Folio verlost.

  • Die Archithese-Redaktion liest den Stücheli-Jubiläumscomic «Das Quecksilbergemälde» und ortet ein Revival des Analogen.

    Als «rundum kecke und unterhaltsame Weise, Geschichte und Portfolio eines Büros zu vermitteln», lobt die Zeitschrift Archithese den Stücheli-Jubiläumscomic «Das Quecksilbergemälde». Dass in dieser «Detektivgeschichte» auch Projekte des Büros zum Leben erwachen, die (noch) nicht realisiert sind, und dass die Geschichte auf Zeitungspapier gedruckt «in die Briefkästen flattert» diagnostiziert die Autorin als Ausdruck eines Paradigmenwechsels: «Wenn peppige Websites nicht mehr ins Auge fallen und Newsletter ungelesen im Ether der Mailkontos verschwinden, soll die Darstellung der Projekte offensichtlich wieder dingfest sein.»

    Hinter dem Comic ortet die Autorin gar ein «architektonisches Manifest» – «Lässt sich der Drang nach der Hardcopy auch auf die Architektur übertragen? Könnte man aktuell gar von einem Revival der Analogen Architektur sprechen?» – lässt diese Fragen aber glücklicherweise unbeantwortet. Nicht hinter jeder guten Geschichte steckt ein Manifest, manchmal soll sie einfach nur unterhaltsam sein.

  • Nach rund 4-jähriger Planungszeit wurde am 10.07.17 mit den Sanierungsarbeiten am «Zentrum Witikon» begonnen.

    Das 1968-70 erbaute «Zentrum Witikon» gilt als eines der ersten Schweizer Einkaufszentren und Pionier der Zentrumsidee. Im Unterschied zu überdeckten Shopping Malls nach amerikanischem Modell plante der Landwirt Karl Ochsner auf seiner früheren Kuhweide einen Dorfplatz zu realisieren. Für ihre strukturalistische Architektur und ihr stringentes Corporate Design wurde die visionäre Überbauung bereits kurz nach Fertigstellung mit renommierten Auszeichnungen gewürdigt, darunter der Auszeichnung für gute Bauten der Stadt Zürich. Als sie erst 2013 ins Inventar der städtischen Denkmalpflege aufgenommen wurde, war sie jedoch bereits stark baufällig und durch spätere Anbauten aus den 1980er Jahren verschandelt.

    Mit der Sanierung unter der neuen Eigentümerin Migros soll das ursprüngliche Erscheinungsbild weitestgehend bewahrt oder rekonstruiert werden. Wo ein Ersatz oder eine Ergänzung nötig ist, wird diese aus dem Original heraus entwickelt – zum Beispiel im Fall der charakteristischen Betonsteine, die in dieser Form nicht mehr erhältlich sind. Abgestimmt auf den Kalender der Mieterschaft und Geschäfte geschieht die Ausführung gebäudeweise in sechs Etappen. Die Neueröffnung ist für Spätfrühling 2019 geplant.

  • Die ETH Wohnsiedlung für Studierende erhält den «best architects 18» Award in der Kategorie Wohnungsbau / Mehrfamilienhäuser.

    Insgesamt wurden 367 Arbeiten aus dem europäischen Raum zur diesjährigen Ausgabe des «best architects Award» eingereicht. 71 der Projekte wurden mit der Auszeichnung «best architects 18» gewürdigt, darunter die 2016 fertiggestellte Wohnsiedlung für Studierende «Living Science». Die diesjährige Jury setzte sich zusammen aus Prof. Verena von Beckerath (Heide & von Beckerath, Berlin), Sou Fujimoto (Sou Fujimoto Architects, Tokyo) und Prof. Ingemar Vollenweider (jessenvollenweider architektur, Basel).

    Der «best architects Award» wird seit 2006 jährlich an realisierte Bauten verliehen, die sich durch herausragende architektonische Qualität in den Kategorien Wohnungsbau, Büro- und Verwaltungsbauten, Gewerbe- und Industriebauten, Bildungsbauten, öffentliche Bauten, sonstige Bauten sowie Innenausbau, hervorheben. Seit 2015 ist die Auszeichnung für den ganzen europäischen Raum geöffnet. Die Publikation zu den Preisträgern 2018 erscheint im Herbst.

  • «Building Information Modeling» kurz BIM ist in den Schweizer Publikumsmedien angekommen. Nach einer einleitenden Ausgabe Ende 2016 veröffentlicht Mediaplanet am 27. Mai 2017 die zweite Tages-Anzeiger-Beilage zum Thema.

    Unter dem Schwerpunkt «BIM in der Praxis» vereint die crossmediale Kampagne Expertenmeinungen, Praxisbeispiele und Erfahrungsberichte. Denn obschon nach wie vor viel geredet wird, wird auch zunehmend «gemacht». Zwischen viel Zukunftsoptimismus wird in der Ausgabe auch kritisch-abwartenden Meinungen Platz eingeräumt.

    Auch unser Büro will sich diesem wichtigen Diskurs nicht verschliessen. Anhand der Einführung von BIM in unseren Büroalltag erläutern wir, wie wir diesen Kulturwandel eingeleitet haben und im Interview unsere Erfahrungen mit Open BIM. Für ein Gesamtfazit ist es noch zu früh, umso wichtiger ist dieser Diskurs.

  • 2. Platz für das Team um Stücheli Architekten.

    Auf dem Areal Waldacker im Westen der Stadt St. Gallen plant die Ortsbürgergemeinde St. Gallen, «eine reine Wohnüberbauung mit hoher Architektur-, Freiraum- und Wohnqualität» zu realisieren. Dazu organisierte sie einen offenen Studienauftrag für Bietergemeinschaften. Dabei waren innovative Wohntypologien explizit erwünscht.

    Mit seinem Vorschlag einer raumfassenden Grossform mit gestaffelten Wohnungsgrundrissen erreichte das Team um Stücheli Architekten das Finale. Die Jury würdigte unter anderem die präzise Setzung der Baukörper, die einen «speziellen und neuen Ort» schafft, und das überdurchschnittlich hohe Angebot an flexiblen Wohneinheiten, die eine gute Rentabilität verspreche.

  • Am 7. April 2017 wurden die Rolltreppen für den neuen Aufgang zur Europaallee geliefert. Die drei leistungsstarken Rolltreppen werden vermutlich schweizweit am meisten Personen täglich befördern.

    Der Beitrag der Stücheli Architekten zum Eingang Europaallee nimmt nun rasch Form an. Während der Kopfbau auf dem Baufeld B um die Ostertage auf sein 10. und damit oberste Geschoss angewachsen sein wird, wurde der Aufgang zur Europaallee am 7. April 2017 um die «grösste Rolltreppe der Schweiz» (Tages-Anzeiger, 07.04.17) ergänzt.

    Der neue Aufgang soll zukünftig 100 000 Pendler täglich aufnehmen und wird dazu von heute 10 auf 17 Meter verbreitert. Neben den drei neuen Rolltreppen stehen den Bahnreisenden künftig zwei konventionelle Treppen und ein Lift zur Verfügung.

    Die Eröffnung des neuen Aufgangs ist für den 25. September 2017 geplant. Die Bauarbeiten auf dem Baufeld B dauern noch bis Ende 2018.

  • Am 3. April 2017 starten die Sanierungsarbeiten am ehemaligen Verwaltungsgebäudes an der Genferstrasse 27 in Zürich-Enge. Die Aussenhülle und das prägnante Exoskelett müssen komplett ersetzt werden.

    Das 1968 in Zürich-Enge erstellte Verwaltungsgebäude ist ein Blickfang. Vom Architekten Rudolf Zürcher an der Genferstrasse 27 entworfen sticht insbesondere das markante Exoskelett ins Auge. Mit den Vierkantstahlstützen sollte laut Architektenbericht ein «Vertikalakzent» in der Fassade geschaffen werden. Eine Curtainwall und Brüstungsverkleidungen aus Alumium-Leichtmetallgussplatten runden das technoide Erscheinungsbild ab. Zur Erfüllung der feuerpolizeilichen Auflagen mussten die «ausserordentlich schlanken Stahlstützen» allerdings grosszügig ummantelt werden.

    Die heutigen Anforderungen an Bauphysik und Brandschutz lassen weder die Sanierung der Fassade noch des Exoskeletts zu. Der ortsprägende Gebäudecharakter soll aber dennoch gewahrt werden. Das ursprüngliche Fassadenraster wird beibehalten. Das Exoskelett wird durch innenliegende Stützen ersetzt, bleibt in der Fassadengliederung über Lisenen aber nach wie vor ablesbar. Über vergrösserte Fensterflächen wird die Vertikalität des Baukörpers zusätzlich betont. Die Brüstungselemente werden redimensioniert wieder eingebaut, die Granitböden und weissgrauen Marmorverkleidungen im Inneren bleiben erhalten. Bis im Herbst 2018 sollen die Sanierungsarbeiten abgeschlossen sein.

  • Stücheli Architekten erweitern ihr Leistungsangebot und betreten die Welt der Schauspielerei.

    Auf Anfrage von C-Films (u.a. «Schellen-Ursli», «Nachtzug nach Lissabon», «Grounding») wirken Stücheli Architekten bei der TV-Serie «Wilder» mit, die vom Dezember 2017 bis Januar 2018 im Schweizer Fernsehen ausgestrahlt werden soll. «Schauspieler» des Büros sind allerdings nicht die Architektinnen und Architekten selber, sondern die Projekte des Büros. Als Requisiten bilden sie den Hintergrund eines Architekturbüros im fiktiven Bergdorf «Oberwies».

    Nach Plänen eines arabischen Investors soll in Oberwies ein gigantisches Ferienresort entstehen. Doch kurz vor Baubeginn des umstrittenen Projekts ist die Tochter des Investors spurlos verschwunden. «Die lokale Identität steht im Kontrast zu den wirtschaftlichen Chancen einer globalisierten Welt», schreiben die Filmemacher über die Serie. Als Krimi verpackt soll sie zur Auseinandersetzung mit dem heutigen «Mikrokosmos der Schweiz» anregen.

  • Per Semesterbeginn am 20. Februar 2017 wird der erste «Relax Raum» auf dem ETH-Campus Hönggerberg seine Türen öffnen.

    Mit seinen «Relax Räumen» bietet der ASVZ Forschenden und Studierenden in Zürichs Stadtzentrum seit über zehn Jahren beliebte Entspannungs- und Rückzugsmöglichkeiten an. Auf Wunsch der Studierenden hat die ETH nun einige der Atelierräume der Wohnsiedlung HWW zum «Relax Raum» ausbauen lassen. Der von Stücheli Architekten gestaltete Raum ist weitgehend offen belassen. Die Gliederung in den Empfangs- und Entspannungsbereich erfolgt über eine Box aus geölter Eiche, in deren Hülle sämtliche technischen Installationen verborgen sind.

    Im äusseren Entspannungsbereich können die Gäste aus unterschiedlichen Liegen wählen – mit und ohne Vibrationen, mit und ohne Musik – und sich von Stimmungsbilder auf einem mit Textil überspannten Bildschirm berieseln lassen. In Kontrast zum offenen, hellen Entspannungsbereich beherbergt die Box einen introvertierten Raum zur Meditation, ist inwendig dunkelblau und lässt sich mit einer variablen Lichtsteuerung in unterschiedliche Farbstimmungen eintauchen. Damit die Gäste sich sorglos der Versenkung hingeben können, sind die Räumlichkeiten betreut, inklusive Weckdienst nach einer halben Stunde.